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Grausige Heimatkunde
• • • • • (bewertet mit 4 von 5 Punkten)
Der erste Regionalroman von Michael Kobr, vom Bayrischen Rundfunk favorisiert, hieß â€žMilchgeld“. Auch dieser jetzt erschienene vierte Krimi von dem Allgäuer Autoren-Duo spielt, wie kann es anders sein, im Allgäu, am Alatsee bei Füssen. Dort findet Kommissar Kluftinger, diesmal bei seinen Ermittlungen von einer neuen Assistentin begleitet, einen toten Taucher, der im Schnee, in seiner riesigen Blutlache liegt. Das vermeintliche Blut, so wird ermittelt, ist jedoch eine wenig bekannte, organische Substanz aus dem See. Auf dem Grund dieses geheimnisvollen Sees soll sich ein Nazischatz befinden. Doch zu diesem Geheimnis, aus Deutschlands dunkelster Vergangenheit, will sich niemand der Befragten äußern. > >Der Krimi hat irrwitzige Plots. Diese beiden Großmeister des Kriminalromans leben seit ihrer Kindheit im schönen Allgäu. Sie habe sich für den Regionalkrimi entschieden, so eine Art Heimatroman. Und für jemand der gerne Bücher liest, in denen er Orte und Gegebenheiten findet, die er kennt oder die er gern einmal abgehen möchte, der greift zu so einem Kriminalroman. Die Baustelle Regionalität steht hier im Vordergrund und es ist schon erstaunlich, wie gekonnt die Autoren hier die Mechanismen der dörflichen Gemeinschaft durchleuchten und beschreiben, eingebettet in einen spannenden Kriminalfall. > >Dieser Roman steht sicherlich nicht wegen seiner literarischen Qualität auf der Bestsellerliste, sondern weil die Leser Lokalpatrioten sind, die sich vor lauter Begeisterung, dass ihre Gegend auch einmal in einem Buch vorkommt, gleich zwei oder mehr Exemplare kaufen. > >
Eine Rezension von Carl-heinrich Bock "Literatur- und Kinofan" Bad Nenndorf
vom 13. November 2006
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