Das Quälen des Körpers. Eine historische Anthropologie der Folter (Taschenbuch)
von Peter Burschel, Götz Distelrath, Sven Lembke


 
Kurzbeschreibung:
Kaum eine Zeit, kaum eine Kultur, in der nicht gefoltert wurde. Dieses Buch sucht einen Zugang aus anthropologischer Perspektive. Es untersucht in einem historischen Längsschnitt Beispiele von der Antike bis zur Gegenwart und erkundet dabei auch die Folgen der Folter, die Verarbeitung des Erlebten durch die Opfer.
Die Folter ist wohl die extremste Situation, in der ein Mensch mit herrschaftlicher Gewalt konfrontiert wird. Die Peinigung des Körpers zur Erzwingung von Geständnissen und die Brechung der Persönlichkeit durch den Schmerz hat in der Geschichte einen festen Platz: von den Martyrien der Spätantike über die Praktiken der Inquisition bis zu den terroristischen Aggressionen moderner Unterdrückungssysteme. Die Autorinnen und Autoren dieses Bandes erkunden, wann, wo und unter welchen Umständen soziale und politische Ordnungen einzelne Mitglieder in ihrer körperlichen Unversehrtheit bedrohen. Sie folgen den Spuren, die entstehen, wenn der Körper zum Objekt herrschaftlicher Gewalt wird, und zeigen, wie Folter gesellschaftlich legitimiert wurde. Dieses Buch fragt auch nach den Opfern der Folter, nach dem Körper im Schmerz und danach, wie diese Form der Gewalt kulturell zu deuten ist.

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Siehe auch folgende Artikel:
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Sex und Folter in der Kirche. 2000 Jahre Folter im Namen Gottes von Horst Herrmann
Die Folter. Eine Enzyklopädie des Grauens von Horst Herrmann
Folter. Geschichte der Peinlichen Befragung. EVA Taschenbücher, Bd. 245 von Edward Peters
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