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| The Doors von The Doors
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| Rezensionen: | | Zum Jahreswechsel 1966/67 blühen die Träume der Teens in den USA in psychedelisch bunten, sanft zerfließenden Farben: Martin Luther King kämpft für die Bürgerrechte, Professor Timothy Leary rät seinen Studenten zum Gebrauch von LSD und wer nach San Francisco geht, trägt ohnehin Blumen in den langen Haaren. Doch in Los Angeles naht ein ganz anderes Zeitalter als das des Aquarius. Ein Filmstudent namens Jim Morrison hat seinem Kommilitonen, dem Keyboarder Ray Manzarek, am Strand ein paar Songs vorgesungen, worauf dieser vorschlägt, eine Band zu gründen, Millionen zu verdienen und die Welt zu verändern.
Mit Drummer John Densmore und Gitarrist Robby Krieger gründen sie die Doors, tingeln durch die Clubszene von L.A. und veröffentlichen im Januar 1967 ihr Debüt-Album, das binnen Jahresfrist ihre Wünsche Wirklichkeit werden läßt. Die Doors sind keine niedliche Flowerpower-Band. Ihr Sound ist hart, energisch, fordernd, sexy und düster. Sie bedienen sich bei Blues, Rock, Chanson, Europäischem Kunstlied und Beatnik-Poesie. So wie die Literaten der Beat-Generation ihre Texte mit Jazz fusionierten, vereinigen die Doors die Psychedelic Poetry von Jim Morrison mit hartem Rock. "Break On Through", der Opener des Albums, formuliert Morrisons künstlerisches Credo und die tiefere Bedeutung des Bandnamens: Durchbruch zu neuen, verborgenen Bewußtseinsebenen.
Die Doors covern mit dem "Alabama Song" sogar Brecht und Weill, sie dringen mit "End Of The Night" in Sphären, die noch keine Band erkundet hat. Das Album wird beendet von dem episch-epochalen "The End": Elf Minuten voller meditativ-erotischer Spannung lassen den Tod als größtes Abenteuer des Lebens erscheinen. Elf Minuten, in denen die Ewigkeit hörbar wird. Elf Minuten, in denen Morrison seinen eigenen ödipalen Komplex aufarbeitet: "Father, I want to kill you. Mother, I want to..." -- das "...fuck you, baby, all night long!", das Morrison bei den Aufnahmen schreit, muß Produzent Paul Rothchild auf Weisung der Plattenfirma herausschneiden.
Dennoch: Diese elf Minuten reichen aus, um Jim Morrison als jenen vorzustellen, der den Blumenkindern die Gänseblümchen vom Kopf reißt, um sie auf dem Friedhof der amerikanischen Gesellschaft zu zertrampeln. Die Doors sind die Antithese des Establishments.--Björn Döring
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