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| Edition Suhrkamp, Nr.92, Mythen des Alltags (Taschenbuch) von Roland Barthes
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| Kurzbeschreibung: | | Barthes hebt in seinen 19, in den Jahren 1954-56 entstandenen Essays hervor, dass der Wirklichkeit der zeitgenössischen Medien durch Zeichen eine Natürlichkeit verliehen werde, welche die geschichtlichen Grundlagen gesellschaftlicher Entwicklungen leugne. So kritisierte er in seinem Text über die Pariser Fotoausstellung Die grosse Familie der Menschen den gesetzten Mythos einer >>identischen Natur, der den verschiedenartigen Völkern auf den Fotos unterstellt wird. Durch die Gleichsetzung der Menschen würde die historische Bedingtheit der gegenwärtigen Situation (Kindersterblichkeit, Arbeitsbedingungen etc.) geleugnet. Mit Beispielen aus allen Lebensbereichen wird dem Leser deutlich gemacht, dass das Schweigen über bestimmte Sachverhalte und die vereinfachende Gleichsetzung komplizierter Phänomene einer Leugnung derselben gleichkommt. Anhand des Titelbildes eines Magazins, das einen schwarzen Soldaten in französischer Uniform beim Salutieren vor der Trikolore zeigt, erklärt Barthes die fortwährende Bestätigung und Verteidigung des französischen Kolonialismus durch die Gesellschaft sowie die Tatsache, dass alles zum Mythos werden kann, wenn sich die Gesellschaft diesen Mythos zum Zweck einer bestimmten Botschaft aneignet. Um ursprüngliche Zusammenhänge aufzulösen und dem Leser eine neue, unverbrauchte Sehweise zu ermöglichen, die den behandelten Gegenstand schliesslich aus dem Bann des Mythos befreit, zieht Barthes in seinen Essays ungewöhnliche Vergleiche. Das Zeichensystem des Autos setzt er mit dem der grossen gotischen Kathedralen gleich, aus Plastik wird bei ihm eine alchimistische Substanz. In einem Essay widmet er sich dem Gesicht der Garbo, in einem anderen den >>eigensinnigen Haarfransen, die die Römer im Film als Zeichen ihrer Herkunft tragen. Neben den Haarfransen sei das unaufhörliche Schwitzen des >>römischen Volkes ein >>bastardhaftes Zeichen für die >>Intensität seiner Erregung und die rohe Natur seines Standes. Mit solchen Beispielen zeigt Barthes, wie die Zeichen der Alltagsmedien übertreiben und zugleich doch ergänzungsbedürftig sind.
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|  | | Das Reich der Zeichen. von Roland Barthes Fragmente einer Sprache der Liebe. von Roland Barthes Die helle Kammer. Bemerkungen zur Photographie. von Roland Barthes Zeichen. Einführung in einen Begriff und seine Geschichte von Umberto Eco
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| | Mehr zu Kleidung, 20. Jahrhundert, Alltagsgeschichte, Götter & Mythen
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