Erlebnispädagogik: Grundlagen des Erfahrungslernens


 
Standardwerk
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Alle meine Rezensionen ansehen Rezension bezieht sich auf: Handbuch Erlebnispädagogik. Von den Ursprüngen bis zur Gegenwart (Gebundene Ausgabe) An der Universität Lüneburg existiert ein Institut für Erlebnispädagogik, das von dem in diesem Feld renommierten Pädagogen Jörg Ziegenspeck geleitet wird. Dieser hat gemeinsam mit Torsten Fischer, einem Habilitanden dieses Instituts, das Handbuch zur Erlebnispädagogik geschrieben. Hierbei handelt es sich um einen imposanten Versuch, denn bereits im Untertitel wird angekündigt, dass ein Überblick von den Ursprüngen bis zur Gegenwart gegeben werden soll.

Dieser Anspruch wird von den Autoren im Wesentlichen über einen historischen Zugang verfolgt, denn sie betten ihre Ausführungen in einen weit abgesteckten geschichtlichen Rahmen ein. Dies erfolgt im Zuge dreier zentraler Etappen: Zunächst wird der Fokus auf das Thema Erfahrungslernen" konzentriert (2. Kapitel) und im Zuge eines historischen Rundumschlags" referiert und bilanziert. Hier spannen die Autoren einen Bogen von der Rekonstruktion natürlicher und praktischer Erziehungsformen in urgesellschaftlichen Lebenszusammenhängen, über die Naturphilosophie des Altertums und Aspekte der musischen und körperlichen Charakterbildung im Mittelalter, bis hin zur Präsentation erster frühbürgerlicher Erziehungsideale in der Renaissance, im Humanismus und zur Zeit der Reformation, sowie weiteren historischen Etappen, die nach insgesamt 130 lesenswerten Seiten letztlich in den Schulreformen des 19. Jahrhunderts ankommen. In der zweiten Etappe (3. Kapitel) arbeiten die Verfasser die Erlebnispädagogik im Kontext der Reformpädagogik heraus und spannen ihre Ausführungen von den Beginn der pädagogischen Reformbestrebungen bis zum Ende des 19. Jahrhunderts, über die Schulbewegung Kurt Hahns, bis hin zum Nationalsozialismus und zur so genannten Kurzschulbewegung (bis 1960). Im vierten Kapitel (dritte Etappe) gehen Ziegenspeck und Fischer schließlich auf die ideengeschichtliche Wiederentdeckung der Erlebnispädagogik in unserer Zeit ein. Die überaus informativen Ausführungen werden immer wieder durch Zusammenfassungen (z. T. in tabellarischer Form) und kleinere Kataloge treffender Studienfragen aufgelockert.

Eine Rezension von Ein Kunde
vom 9. April 2007
Kundenrezensionen:
3. Hochtrabende Sprache und abgeschriebenen Zitate
2. Erlebnispädagogik in Theorie fast ohne Praxis
1. Standardwerk (die aktuell angezeigte Rezension)
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