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| Gesammelte Werke: Die offene Gesellschaft und ihre Feinde I. Studienausgabe. Der Zauber Platons: Bd 5 (Taschenbuch) von Karl R. Popper, Hubert Kiesewetter
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| Rezensionen: | | Die offene Gesellschaft und ihre Feindeist ein sozialphilosophisches Hauptwerk dieses Jahrhunderts. In Deutschland lange Zeit unterschätzt bzw. absichtsvoll missverstanden, nicht zuletzt durch Diffamierungen aus dem Umkreis derFrankfurter SchuleAdornoHabermasu.a.), gilt es heute selbstverständlich als ein Standardwerk zum Thema Totalitarismus und Geschichtsphilosophie.
Popper versteht unter offenen Gesellschaften die diversen Formen der Demokratie, vom klassisch-demokratischen Athen bis hin zu den modernen Gesellschaften der "western civilization", im Unterschied zu den geschlossenen (statischen) Gesellschaften der Stammeskulturen, der antiken Diktaturen und Tyranneien, bis hin zu den diktatorischen Regimen unseres Jahrhunderts.
Von 1939 bis 1942, Anlass war der Einmarsch der Deutschen Wehrmacht in Österreich, hat Popper an den beiden Bänden deroffenen Gesellschaftgeschrieben: Gegen Hitler und Stalin; gegen Nazismus und Kommunismus. VomZauber Platons, dessen idealstaatliche Vorstellungen Popper im ersten Band seiner "offenen Gesellschaft" vehement kritisiert und als totalitäre Version des Historizismus (eine Philosophie der unangemessenen Sinnndeutung des historischen Geschehens) entlarvt, spannt er den Bogen zu den "falschen Propheten" der Neuzeit, die er vor allem inHegel507572 undMarxsieht, den "orakelnden Philosophen" (Popper).
Hegel ist für Popper ein philosophischer Falschspieler, der immer wieder "mit Hilfe seiner zauberkräftigen Dialektik wirkliche, physische Kaninchen aus rein metaphysischen Zylindern" holte. Gegen Ende seiner knappen, aber heftigen Ausführungen zur Hegelschen Philosophie räumt Popper allerdings ein: "Viele meiner Freunde haben mich kritisiert wegen meiner Einstellung zu Hegel und wegen meiner Unfähigkeit, Hegels Größe zu sehen. Sie hatten damit natürlich völlig recht, denn ich war wirklich unfähig , sie zu sehen. (Ich bin es noch immer.)" Der Hauptteil dieses zweiten Bandes deroffenen Gesellschaftist Karl Marx zugedacht: Marxens Methode, Marxens Prophezeihung, Marxens Ethik. Wobei Popper, bei aller respektvollen Würdigung der marx'schen Analysen, vor allem dessen ökonomistischen Determinismus als eine besonders dogmatische Form des Historizismus kritisiert. Die angeführten Zitate sind teils hoch amüsant, teils erschreckend und belegen, dass auch (oder gerade) große Denker sich großen Unsinn aus den Fingern saugen können.
Es ist zu hoffen, dass dieses in Deutschland traditionell eher unterschätzte Werk wieder mehr Interesse findet, gerade auch hinsichtlich der neuesten historischen Ereignisse (Untergang des Sozialismus; Verhältnis der Linken zur Freiheit), die diesem Werk mehr als Recht geben.--Dietrich Thieden-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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