Die Kunst der Selbstausbeutung: Wie wir vor lauter Arbeit unser Leben verpassen


 
Treffende Analyse der modernen Arbeitswelt
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Alle meine Rezensionen ansehen Rezension bezieht sich auf: Die Kunst der Selbstausbeutung: Wie wir vor lauter Arbeit unser Leben verpassen (Gebundene Ausgabe) Das Buch macht aus meiner Sicht insbesondere auf eine Tatsache aufmerksam, die aus der modernen Arbeitswelt nicht mehr wegzudenken ist.

Früher, mit Beginn der Industrialisierung war die überwiegende Anzahl der Arbeitsplätze im verarbeitenden Gewerbe der Industrie angesiedelt. Dort gab es eine relativ enges und demzufolge auch monotones Aufgabenspektrum für den einzelnen Arbeiter zu absolvieren. Denkt man an die Charly Chapplin Filme, wird deutlich weshalb diese Arbeitsplätze in der Retrospektive mehrheitlich zu Recht als nicht erstrebenswert angesehen werden.

In der heutigen Arbeitswelt gibt es häufig dieses eng umschriebene Tätigkeitsfeld nicht mehr. Der moderne Angestellte ist heutzutage vielmehrvein Unternehmer in eigener Sache. Dies hört sich zunächst verlockend an, da damit auch viele Freiheiten (Eigenverantwortung, keine festen Arbeitszeiten, Gleitzeitkonto,...) verbunden sind.

Das Problem besteht nun aber darin, und das wird in dem Buch hervorragend heraus gearbeitet, dass der Angestellte sich fortan sich selbst gegenüber verantworten muss. Soweit noch erträglich. Fakt ist jedoch, dass mit zunehmender Komplexität und Umfang der Aufgaben dadurch zunehmend keine klare Trennung zwischen Beruf und Privatleben mehr möglich ist.

Ich beobachte genau dies in meinem Umfeld und auch bei mir selbt. Die Forderung ständig errichbar zu sein, auch im Urlaub den Posteingang zu kontrollieren, auch mal was am Wochenende fertig zu machen usw.

Dies ist nach meiner Einschätzung auch der Grund weshalb die Geburtenrate in den sogenannten hoch entwickelten Ländern stetig zurück geht. Die moderne Arbeitswelt fordert dem Menschen in vielen Bereichen derart viel ab, dass für ein Familienleben in gewohnter Art nicht mehr die Zeit bzw. die erforderliche Aufmerksamkeit zur Verfügung steht. Die oftmals geforderte örtliche Flexibilität verschlimmert das geschilderte Phänomen nur noch.

Ein sehr wichtiges Buch zu einem sehr aktuellen und allgegenwärtigen Thema.

Eine Rezension von Ein Kunde
vom 10. Oktober 2010
Kundenrezensionen:
3. Arbeit ist das hal... ganze Leben
2. Das muss jeder lesen...
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