Lehren an der Hochschule: Eine praxisbezogene Anleitung
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Pflichtlektüre für alle, die an der Hochschule lehren
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Alle meine Rezensionen ansehen Rezension bezieht sich auf: Lehren an der Hochschule: Eine praxisbezogene Anleitung (Taschenbuch) Es gibt Handbücher für Hochschullehre, die jede Menge Methoden für jede Unterrichtssituation präsentieren, von denen man die allermeisten ohnehin nie anwenden wird, weil sie jenseits der Grundschule lächerlich wirken. Wörners Büchlein ist da anders: es verzichtet auf ein Methodenfeuerwerk und rückt stattdessen die Person des Dozenten in den Mittelpunkt. Wörner plädiert dafür, Lehre nicht als Theatervorstellung oder Film zu verstehen, sondern als eine lebendige Interaktion zwischen Menschen, für die es wichtiger ist, daß der Dozent authentisch und engagiert bei der Sache ist, als daß ein ausgefeiltes Methodenprogramm abgespult wird. Im ganzen Buch findet sich immer wieder der Gedanke, daß es keine perfekte Lehre gibt und es wichtiger ist, Lernprozesse zu initiieren als "alles richtig zu machen". Aktivität und Offenheit sind die Schlagwörter, mit denen sich diese Vorstellung von Lehre zusammenfassen läßt: Aktivität bei den Studierenden erzeugen, Offenheit gegenüber der Veranstaltung und den Teilnehmern wahren. Dieses Konzept wird zunächst am Anfang des Buches dargestellt, der Hauptteil widmet sich dann den diversen Problemen, die in der Lehre auftreten können und gibt Antwort auf die allseits bekannten Was-mache-ich-wenn-Fragen: Was mache ich, wenn die Zeit knapp wird/ich einen Fehler mache/ich etwas nicht weiß/keine Diskussion aufkommen will/die Teilnehmer unruhig sind/ich nicht genug Zeit hatte mich vorzubereiten usw. Wörner gibt für jeden Fall nützliche Ratschläge, die jedoch nicht einfach in der Luft hängen, sondern immer wieder auf sein vorgestelltes Konzept von Lehre zurückverweisen.
Ich habe aus diesem Büchlein mehr gelernt als aus manch anderem und finde nicht nur das vorgelegte Konzept von Lehre, sondern auch die daraus abgeleiteten Ratschläge sehr überzeugend. Man kann dieses kleine Buch ohne Vorbehalte jedem empfehlen, der in der Hochschullehre tätig ist, vom Doktoranden bis zum Emeritus.
Eine Rezension von Ein Kunde
vom 2. Dezember 2009
Kundenrezensionen:
3. Hält, was der Titel verspricht
2. Ganz gutes Buch, aber wenig ausführlich
1. Pflichtlektüre für alle, die an der Hochschule lehren (die aktuell angezeigte Rezension)
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