| Visual Style in Cinema. Vier Kapitel Filmgeschichte (Filmbibliothek) (Taschenbuch) von David Bordwell
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| Rezensionen: | | David Bordwell ist bekannt für seine legendären Bücher über Filmtheorie und Filmgeschichte. An den EinführungenFilm HistoryundFilm Artkommt kein Filmstudent vorbei. Umso verwunderlicher ist es, dass bis jetzt noch keines seiner Standardwerke auf Deutsch erschienen ist. Genauso legendär wie seine Bücher sind Bordwells Vorträge. Unter 60 Dias macht er es nicht. Diese anschaulichen Filmausschnitte sind auch die Grundlage für das erste nun in Deutsch erschienene Buch von Bordwell:Visual Style in Cinema. Genau genommen enthält es vier Vorträge, die Bordwell 1999 in München gehalten hat.
"Visual Style" bedeutet für Bordwell in erster Linie Montage- und Einstellungsanalyse. Ohne große Umschweife zeigt Bordwell, welche Techniken der Zuschauerführung sich seit demStummfilmentwickelt haben. Dabei greift Bordwell auf Altbekanntes zurück. Prototypisch wird die russische "konstruktive" Montage-Schule gegen die "analytische" Tradition der amerikanischen Schule gestellt. Neben der Montageart ist das zweite Paradigma die Einstellungslänge. Und es scheint so, als sei Bordwell ständig auf der Suche nach denjenigen Regisseuren, die ihre Szenengestaltung nicht schnellen Schnitten zum Opfer fallen lassen, sondern in der Lage sind, den Zuschauer mit tiefenperspektivischen Inszenierungen und der Kunst des optischen Versteckspiels zu fesseln. Nicht zuletzt deswegen orientiert sich Bordwell auch an den Filmbeispielen vonOrson WellesAntonioniund denen des japanischen Kinos (allein dieses Kapitel ist eine Extraklasse für sich!).
Dem deutschen Publikum Tribut zollend, liegt Bordwell den Schwerpunkt in der Analyse des gegenwärtigen Kinos auf Tom TykwersLola rennt. Besonders erhellend ist die dadurch gewonnene Kategorie der "Bricolage-Ästhetik" freilich nicht. Der konkrete Vergleich der Einstellungen mit dem Kino derNouvelle Vagueund Genrefilmen aus Hongkong vermittelt allerdings anschaulich Strategien, den alles bestimmenden Stil Hollywoods zu unterlaufen.
Man merkt den Texten an, dass sie für einen Vortrag konzipiert waren. Trotzdem istVisual Style in Cinemaschon allein deswegen ein wichtiges und lesenswertes Buch, weil in Deutschland immer noch die Wirkung des Kinos auf die Kunst- beziehungsweise Stilgeschichte unterschätzt wird. Nicht zuletzt die anschauliche Bildgestaltung garantiert eine Gewinn bringende Lektüre.--Marcus Welsch
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|  | | Film verstehen von James Monaco Kino spüren. Strategien der emotionalen Filmgestaltung von Christian Mikunda Handbuch der Filmmontage. Praxis und Prinzipien des Filmschnitts (Praxis Film) von Hans Beller 'Die chinesische Sonne scheint immer von unten'. Licht- und Schattengestaltung im Film von Achim Dunker
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